Fernbusse Ausstattung & Komfort

Gepäckmitnahme, Komfort und Sicherheit

Moderner Reisebus

Moderne Omnibusse sind für Busunternehmen eine Anschaffung mit relativ hohen Kosten. Sie liegen zwischen 250.000 und 650.000 Euro (je nach Fabrikat und Ausstattung). Im Prinzip handelt es sich um konventionelle Reisebusse, die entweder in ein- oder doppelstöckig ausgeführt sein können und dementsprechend viele Sitzplätze bieten. Alle Fahrzeuge verfügen über eine Vielzahl an Features, die den Reisenden die Fahrt so angenehm wie möglich machen sollen. So bieten die Busse unter anderem eine Board-Toilette, kostenfrei nutzbare WLAN-Anschlüsse sowie kleine Snacks, Kaffee und gekühlte Getränke, die beim Fahrer für günstiges Geld gekauft werden können. Dafür gibt es auch bei den meisten Bussen nützliche Getränkehalter an der Rücklehne des Vordermannes.

Des Weiteren verfügen die Busse über verstellbare Rückenlehnen, Fußstützen, Kopfhöreranschlüsse, zumeist auch klappbare Tische, ausreichend große Handgepäckablagen sowie zusätzlichen Gepäckstauraum im Boden des Fahrzeugs.

Auch Navi, Standheizung und Klimaanlage gehören längst zum Standard. Sie werden durch umweltfreundliche Dieselmotoren mit einem überaus hohen Wirkungsgrad angetrieben und dürfen bis zu 100 Stundenkilometer schnell fahren. Auch beim Verbrauch schneiden die Busse sehr gut ab, da pro Liter verbrauchtem Sprit viel mehr Personen befördert werden, als beipielsweise in einem PKW.

Gepäckmitnahme im Fernlinienbus

Handgepäck und Koffer

Handgepäckablage

Wer im Fernbus Gepäck mitnehmen will, der findet für das Handgepäck ein Staufach, welches sich zumeist direkt über dem Sitzplatz befindet. Für größeres Gepäck (z. B. Koffer) befindet sich im unterhalb der Sitzplätze ein großes abschließbares Gepäckstaufach, welches von außerhalb des Busses zugänglich ist. Man übergibt die größeren Gepäckstücke einfach vor Fahrtantritt dem Busfahrer, der diese dann ordnungsgemäß verstaut. Dies sollte man allerdings mindestens eine Viertelstunde vor der Abfahrt tun, damit die Reise auch pünktlich beginnen kann. Die Kosten für Gepäck und für etwaiges Zusatzgepäck gestalten sich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Koffer- und Gepäckfach Bei fast allen Anbietern sind gewisse Standargepäckgegenstände wie das Handgepäck und größeres Gepäck bis 20-25 Kilogramm kostenfrei mitführbar. Weitere Gegenstände bzw. mehr Gewicht sind gegen Aufpreis möglich. Da die Angebote sehr unterschiedlich sind, ist es am besten, man erkundigt sich vor der Buchung auf der Anbieterhomepage nach den jeweiligen Konditionen.

Hunde und Haustiere

Eine Mitnahme von Haustieren ist in der Regel nicht erlaubt. Eine Mitnahme von Haustieren ist bei den meisten Anbietern nicht erlaubt. Einzige Ausnahme sind Blindenführhunde.

Fahrrad-Staufach

Fahrradmitnahme im Bus

Bei fast allen Anbietern kann man gegen einen Aufpreis von ca. 10 Euro auch ein Fahrrad mitnehmen. Hier empfiehlt sich jedoch eine frühzeitige Onlinebuchung, da jeder Bus nur eine begrenzte Anzahl an Fahrradplätzen zur Verfügung hat.

 

Sicherheit und Unfallrisiko bei Fernbussen

Vom statistischen Standpunkt her gilt der Omnibus als eines der sichersten Straßenverkehrsmittel. Die bei uns eingesetzten Fernlinienbusse verfügen standardmäßig über alle sicherheitsrelavanten Einrichtungen (z. B. ABS, ESP, Sicherheitsgurte, etc.). Das Unfallrisiko bei Fernreisebussen liegt statistisch gesehen bei einem Faktor von 0,14 pro 1 Million gefahrener Personenkilometer gegenüber 0,25 (PKW), 2,19 (Motorrad) oder gar 3,34 bei Motorrollern und Mopeds (Quelle: Statistisches Bundesamt). Detailliertere Angaben und Kennziffern zu Unfallrisiken verschiedener Verkehrsmittel findet man auch direkt in dieser Destatis Publikation unter folgendem

CO2 Ausstoß und Umweltbelastung von Fernbussen

Omnibusse zählen zu den umweltfreundlichsten Verkehrmitteln. Ein ein gut ausgelasteter Fernbus schneidet im CO2 Vergleich zum PKW sehr gut ab, da dieser pro gefahrenem Kilometer in Relation zur Anzahl der beförderten Personen geringere CO2-Emissionen in die Umwelt entlässt. Der Ausstoß liegt ungefähr bei 20 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. Als Fernbus-Passagier spart man somit effektiv CO2 ein – gegenüber einem durchschnittlichen PKW sogar um über 80%. Ein Reisebus, der zu etwa 60 Prozent ausgelastet ist, liegt im Flottenverbrauch bei lediglich 1.4 Liter Diesel pro gefahrenen 100 Kilometern. Bei Vollauslastung sogar unter 1 Liter. (Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer). Auch im Vergleich zu Zügen schneidet der Fernbus gut ab, da diese seltener voll ausgelastet sind, als Fernbusse und sie oftmals auch gewisse Distanzen leer zurücklegen. Zudem werden Busse in der Zukunft noch um einiges umweltfreundlicher werden, denn emissionsfreie Antriebskonzepte befinden sich derzeit bereits in der Erprobungsphase. Hier wird sich sicherlich noch einiges tun.

Barrierefreiheit – wie behindertengerecht sind Linienbusse?

Barrierefreiheit in FernbussenBis im Jahr 2016 muss jeder neue Linien-Fernbus mindestens zwei Plätze sowie ein Zustieg mit Einstiegshilfe (Hublift) für Rollstuhlfahrer aufweisen. Zuvor erworbene Fahrzeuge haben eine Umrüstungfrist bis ins Jahr 2019.

Ab dann muss jeder Fernbus barrierefrei sein. Über eine Verpflichtung barrierefreier Toiletten als Standard in jedem Fahrzeug konnte bislang leider noch keine Einigung erzielt werden. Die meisten Fernlinienbus-Betreiber bieten Schwerbehinderten mit Ausweis zudem interessante Rabatte und Vergünstigungen bei den Fahrpreisen. Informationen zur Höhe der Rabatte findet man in der Regel auf der Homepage der jweiligen Anbieter oder können telefonisch erfragt werden.

Weitere Infos findet man in unserem Artikel über

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